5 Fragen an Investoren/Eigentümer

In einer Zeit, in der es scheinbar lohnenswerter ist, Altbauten abzureißen, statt zu sanieren, fällt es wohltuend ins Auge, wenn andere Wege beschritten werden.

Herr Nelles hat das Haus Poststrasse 20 erhalten, damit auch ein Stück Stadtgeschichte und ein Stück Baukultur.

 

1. Motivation

 

- Was hat Sie dazu bewegt, das Haus zu erhalten/ so umfassend wiederherzustellen?

und was macht dieses Haus für Sie persönlich so einzigartig?

 

- Mir war es ein Anliegen, mit der Erhaltung und Restaurierung des Gebäudes einen Beitrag für eine schöne Poststr. als Einkaufsstraße zu leisten. Wichtig war mir aber auch, möglichst naturbezogenen Materialien, wie Schiefer zu verbauen und den Bezug zu unerer schönen Umgebung mit den Weinbergen herzustellen.
Aber auch die Gestaltung der Wohnungen und das Treppenhaus wurden mit Sorgfalt und hochwertigen Materialien restauriert.

 

2. Geschichte

 

Jedes Haus hat eine lange und vielfältige Geschichte:

- Was können Sie uns über die Geschichte Ihres Hauses berichten?

 

- Der Charme und die Geschichte die diese Haus prägen

 

3. Erfahrungen

 

Viele wagen sich gar nicht erst an Sanierungen ran:

zu aufwendig, zu unkalkulierbar, zu ungewiss…

 

- Wie haben Sie die Phasen der Renovierung erlebt?

 

- Die Kernsanierung und die Erweiterung des Gebäudes hat sich über ca. 2 Jahre hingezogen.
Die Herausforderungen während der Durchführung waren schon hoch, aber wir haben jede neue Situation gut durchdacht und uns mit unseren Handwerkern und Architekten beraten und die bestmögliche Lösung zusammen herausgearbeitet und umgesetzt

 

- Wurden Sie gut beraten?

 

- Ja, ich wurde gut beraten. - Ich habe mich zuvor lange mit der Architektur und Gestaltungsmöglichkeiten beschäftigt. Hierzu war ich in Kontakt mit Architekten und der Stadt Bad Neuenahr

 

- Hatten Sie den Eindruck, dass die Handwerker gut mit der Substanz umzugehen wussten?

 

- Das kann ich nicht für jedes Gewerk sagen, aber in der Summe war ich zufrieden.

 

4. Kosten

 

Immer wieder ist zu hören: Sanieren ist zu teuer.

- Würden Sie das in der Rückschau unterschreiben?

 

- Es war mir vorher bewusst, dass für eine nachaltige Sanierung unter Einbeziehung aller energetischen und technischen Möglichkeiten, hohe Investionen nötig sind.

Langfristig betrachtet, war es aber die richtige Entscheidung.

Und ich würde eine Sanierung heute wieder in gleicher Weise durchführen

- Worin besteht für Sie der Mehrwert einer Sanierung?

 

- Bei der Erhaltung und Sanierung eines alten Gebäudes mit einer erhaltenswerten Fassade, wird ein Stück Geschichte unserer Stadt erhalten. Weiterhin entsteht ein Unikat, mit eigenem Charm und Character. Dies und der Indiviuelle Anspruch machen für mich den Mehrwert.

 

- Haben Sie finanzielle Unterstützung erhalten?

 

- Ja, da ich das Gebäude wirklich kernsaniert habe, und alles auf den neusten technischen Stand gebracht habe, wurde ich auch mit den Progammen zur Energieeinsparung durch KFW gefördert.

 

5. Ihr Wunsch

 

- Was würden Sie sich für unsere Stadt wünschen?

 

- Das die Stadt Bad Neuenahr, aber auch die Kreiverwaltung ein Bewusstsein für die Erhaltung von alten Gebäuden entwickelt und bei geplanten Abrissen und Neubauten im Stadtkern klare Richtlinen und Vorgaben in Anlehnung an die Nachbarbebauung macht und die Einhaltung kontrolliert. Die Einbindung von Bürgern, Vereinen und Initiativen, wie die Bürgerinitative "Unsere lebenswerte Stadt" ist unbedingt notwendig und sollten in die Entscheidungen der Stadt und der Kreisverwaltung mit einbezogen werden.

 

- Was geben Sie anderen Altbaubesitzern mit auf den Weg?

 

- Sich vorab mit den Arbeistkreisen der Bürgerinitative in Verbindung zu setzen und sich gut beraten. Auch das Netzwerk der Handwerker ist bestimmt sehr nützlich. Weiterhin kann man sich drüber hinaus mit anderen Eigentümern und Ihren gemachten Erfahrungen austauschen. Dies spart viel Zeit und Geld und kann eine gute Basis für Inspirationen und Ideen sein.

In einer Zeit, in der es scheinbar lohnenswerter ist, Altbauten abzureißen, statt zu sanieren, fällt es wohltuend ins Auge, wenn andere Wege beschritten werden.

Frau Hagenau hat das Haus Oberhutstraße 34 in Ahrweiler erhalten, damit auch ein Stück Stadtgeschichte und ein Stück Baukultur.

 

1. Motivation

 

- Was hat Sie dazu bewegt, das Haus zu erhalten/ so umfassend wiederherzustellen?

und was macht dieses Haus für Sie persönlich so einzigartig?

 

- Am besten gedeiht Kreativität in inspirierenden Räumlichkeiten

und Kreativität ist in der Goldschmiedearbeit Voraussetzung für die Herstellung

individueller Schmuckstücke.

Das alte Zunfthaus ist nicht nur wegen der heimeligen

Atmosphäre der ideale Ort für ein Goldschmiedeatelier, sondern auch wegen der

langen Geschichte, die dieses Haus erzählt.

Welcher Ort könnte idealer sein?

 

2. Geschichte

 

- Jedes Haus hat eine lange und vielfältige Geschichte:

Was können Sie uns über die Geschichte Ihres Hauses berichten?

 

- CA. 1700

Baujahr

27.01.1891

Grundstückskauf und Abriss der Nebengebäude

1891

Baujahr Kolpinghaus

11.02.1891

Adolph Heydinger verkauft das Bauerngehöft an kath. Gesellenverein

1892

Gründung der “Aktiengesellschaft katholisches Gesellenhaus zu Ahrweiler“, Vorgänger der heutigen Kolpingfamilie D

30.05.1921

Die “Aktiengesellschaft“ verkauft das Haus an den Katholischen Verein Gesellenheim"

1927

Erweiterungsbau

1931

Saalneubau

1938

Pachtvertrag kath. Gesellenheim und Turn- und Sportverein

1957

Das Haus darf offiziell nicht mehr Kolpinghaus genannt werden, da die Kolpingfamilie keinen Bezug mehr zur Famlie hat.

22.07.1977

Verkauf des Hauses durch die Kirchengemeinde an die Stadt Bad Neuenahr - Ahrweiler: Zunfthaus

1999

Pläne für die Errichtung des 220 qm großen Saalbaus durch hiesiges Ingenieurbüro.

 

3. Erfahrungen

 

- Viele wagen sich gar nicht erst an Sanierungen ran:

zu aufwendig, zu unkalkulierbar, zu ungewiss…

- Wie haben Sie die Phasen der Renovierung erlebt?

 

- Die Renovierung war eine sehr anregende und spannende Zeit.

Im positiven wie auch im negativen Sinne

Da die erste Aussage lautete, dass das Gebälg und das Gefache sich in einem Zustand befände, welches einer Grundsanierung nicht befürfe, wurde uns vom Frauenhofer Institut eine Innendämmung empfohlen, die dem neusten und modernsten Standard entsprach. Diese kostspielige Angelegenheit ließen wir ausführen. Im Anschluss daran, wurde die Außenrenovierung in Angriff genommen. Dabei kam zutage, dass das Gebälk und das Gefache doch widererwartend einer kompletten Sanierung bedürfe.,da die Substanz starke Mängel aufwies. Das Gefache bestand aus einer wilden Mischung von Lehm, Bims, Ziegel…Durch diese neue Erkenntnis, musste eine komplette Sanierung der Balken und der Gefache durchgeführt werden. Dadurch wurde das Gefache in einer absolut originalen herkömmlichen Lehmbauweise hergestellt. Die teure Innendämmung, die der Erhaltung des Wohnklimas, wie eine Lehmbauweise es bietet, dienen sollte, war durch die Außensanierung eine unnötige Ausgabe, die auf eine falsche Beratung zurückzuführen war.

Durch die Flexibilät des Denkmalschutzamtes konnten wir unsere Farbvorstellungen, die Außenfassade betreffend, eigenständig verwirklichen. Dies haben wir als sehr positiv empfunden.

 

- Wurden Sie gut beraten?

 

- Im Vorfeld nicht, bei der Arbeitsausführung ja, sehr gut.

 

- Hatten Sie den Eindruck, dass die Handwerker gut mit der Substanz umzugehen wussten?

 

- Wir begegneten ausschließlich kompetenten, gut beratenden Handwerkern, die uns in der Zeit des Umbaus stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Diese Handwerksbetriebe kann ich jederzeit weiterempfehlen.

 

4. Kosten

 

- Immer wieder ist zu hören: Sanieren ist zu teuer.

- Würden Sie das in der Rückschau unterschreiben?

 

- Spontan würde ich diese Frage mit „Nein“ beantworten, da eine Sanierung eines Altbaus ganz viel mit Individualität zu tun hat, sich also auszahlt. Jedoch muss man erwähnen, dass uns eine Sanierung dieses Objekts nur möglich war, da unzählige Stunden Arbeit von Familienangehörigen geleistet wurden.

Nur so entstand, was ist.

 

- Worin besteht für Sie der Mehrwert einer Sanierung?

 

- Alte Gebäude haben unvergleichlich mehr Charme und Charakter als Neubauten.

Ich möchte sagen: Sie „leben“.

 

- Haben Sie finanzielle Unterstützung erhalten?

 

- Eine finanzielle Unterstützung wurde uns vom Denkmalschutz in Aussicht gestellt, leider jedoch nie geleistet….

Einzig die Steuerliche Absetzbarkeit dieses Objektes kam uns zu Gute.

 

5. Ihr Wunsch

 

- Was würden Sie sich für unsere Stadt wünschen?

 

- Ahrweiler ist ein historisches Städtchen ummantelt von einer Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert.

Ich finde es sehr wichtig, das Stadtbild durch Sanierungen alter Gebäude zu erhalten und Neubauten dem Flair dieser Stadt anzupassen.

Was geben Sie anderen Altbaubesitzern mit auf den Weg?

Altbaubesitzer sollten ihr Eigentum pflegen und stetig renovieren, sodass eine kostspielige Sanierung nicht erforderlich wird.

In einer Zeit, in der es scheinbar lohnenswerter ist, Altbauten abzureißen, statt zu sanieren, fällt es wohltuend ins Auge, wenn andere Wege beschritten werden.

Das historische Fachwerkhaus Auf dem Teich 2 im Stadtteil Ahrweiler wurde erhalten, damit auch ein Stück Stadtgeschichte und ein Stück Baukultur.

 

Die Seiten dieser Homepage befinden sich noch in der Überarbeitung.

In Kürze werden sie fertig gestellt sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

In einer Zeit, in der es scheinbar lohnenswerter ist, Altbauten abzureißen, statt zu sanieren, fällt es wohltuend ins Auge, wenn andere Wege beschritten werden.

Das Haus Uhren Atelier Retterath Hauptstrasse 101 wurde erhalten, damit auch ein Stück Stadtgeschichte und ein Stück Baukultur.

 

Die Seiten dieser Homepage befinden sich noch in der Überarbeitung.

In Kürze werden sie fertig gestellt sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

In einer Zeit, in der es scheinbar lohnenswerter ist, Altbauten abzureißen, statt zu sanieren, fällt es wohltuend ins Auge, wenn andere Wege beschritten werden.

Das Kaiser’s Tengelmann Poststrasse 22 wurde erhalten, damit auch ein Stück Stadtgeschichte und ein Stück Baukultur.

 

Die Seiten dieser Homepage befinden sich noch in der Überarbeitung.

In Kürze werden sie fertig gestellt sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis.