Pressemeldung der Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“
mit der Bitte um Veröffentlichung.
 
Kontaktdaten:
Markus Hartmann/ mjhartmann@gmx.de/ 0160-9660 9869
und www.lebenswertestadt.jimdo.com
 
Fotomaterial finden Sie zum Download auf
http://lebenswertestadt.jimdo.com/historische-gebäude-in-not-verloren
Rechte: Axel Hausberg, ausdrücklich für diesen Beitrag freigegeben.
 
 
Ensemble entführt in den Neuenahrer Bäderboom
In unregelmäßigen Abständen macht die Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ auf den baulichen Reichtum in Bad Neuenahr und Ahrweiler aufmerksam und wirbt für sensible Gestaltung und Weiterentwicklung.
Heute nimmt sie das Quartier zwischen Neuenahrer Post und altem Rathaus in den Blick.
 
Eines der letzten Bauensembles der Bäderzeit
Prägend für das Erscheinungsbild einer Stadt sind gewiss Einzeldenkmäler, wie Kirchen, Burgen oder am Beispiel von Bad Neuenahr Kurhäuser, Kliniken, Hotels. Aber auch die Gesamtheit eines Straßenzuges oder eine Platzes machen den Reiz einer schönen Stadt aus. Die Denkmalpflege spricht von einem Ensemble. Eine solche Bautengruppe bilden die Häuser zwischen Kölner – und Bergstraße. Sie gehören zu einer Zeile, die noch recht wenig von der Bauwut heimgesucht wurde, die die Badestadt in den letzten Jahren massiv umgestaltet hat. Das Ensemble wird gebildet vom Hansahaus, der Post, Cortina, Irish Pub und altem Rathaus. Sie dokumentieren steinern als geschlossenes Ensemble die boomende Geschichte des Heilbades um 1900.
 
Großartige Zeitzeugnisse
Baulich herausragend ist sicherlich die nahezu glatte Fassade der Post. So baute man zu Kaisers Zeiten: große Flächen, wuchtige Steinquader – sichtbar und nicht verputzt (Werksteinbau) - wenig Gliederung, an dem das Auge Halt findet, wenige Ornamente, diese aber sehr gezielt. Der Erker und der mit dem Adler gekrönte Giebel haben schon etwas Herrschaftliches, erinnern an ein Schloss aus dem Machthaber dem Volk huldigen. Deutlich wird hier, mit welchem Anspruch die preußische Reichspost dieses Gebäude 1905 errichtete. Sie bauten nicht das Notwendige, das Zweckmäßige, sondern wollten im aufstrebenden Bad repräsentieren. Einen ähnlichen von Berlin aus beeinflussten „Monumentalbaustil“ finden wir übrigens in der Rosenkranzkirche (Telegrafenstraße). Auch hier große Flächen, die den Betrachter erschauern lassen. Das entspricht dem damaligen Gesellschaftsbild im jungen Kaiserreich. Die Wahl der Neorenaissance, auch ein bisschen Barock (Türen und Fenster im Erdgeschoss mit barocken Kartuschen und Schlusssteinen) und ein bisschen Gotik (Kreuzstockfenster des Obergeschosses) sind dabei, nahm man damals gerne für Verwaltungsbauten – so auch beim Amtsgericht in Ahrweiler. Bevorzugt auch bei Mädchenschulen und Museen. Der Baustil drückt aus: hier gibt es eine Rückbesinnung auf die Antike, also eine Rückbesinnung auf das Eigentliche, das Ursprüngliche, die antiken Werte und Kulturen.
 
Deutlich älter ist das erste Rathaus Neuenahrs, Ecke Bergstraße. Es wurde 1895 errichtet. Wir sehen ein Schlösschen. Der zinnenbekrönte Erkerturm wendet sich zur Kreuzung hin – wie übrigens früher nahezu alle großen Häuser in der Stadt zu Kreuzungen hin Türme und abgeflachte Ecken hatten und so die Straßenkreuzungen zu kleinen Plätzen gestalteten.
Auf dem Balkon kann man sich noch gut einen Bürgermeister mit Kette und Gehrock vorstellen. Als Neuenahr eigene Bürgermeisterei wurde, brauchte es ein repräsentatives Gebäude und so steht es noch heute dort: hochmodern für den damaligen Zeitgeschmack mit seinen Reminiszenzen an die Gotik. Das Haus stellt sich somit in die Traditionen des Mittelalters. Auch Schulen, Pfarrhäuser, großbürgerliche Villen bedienten sich dieser Formensprache gerne und wurden oft in Werksteinfassaden errichtet.
 
Drei Bürgerhäuser vervollständigen das Ensemble, dreimal geschmackvolle Architektur, die man zur Bereicherung des Ortes, hochwertig und repräsentativ errichtete. Das Ansinnen damaliger Bauherren: ich baue etwas, das den Ort bereichert. Alle drei Häuser kombinieren, sehr städtisch, Geschäfts- und Wohnraum.
Zu nennen sind das „Haus Hansa“ der Familie Rollwagen mit einer Fassade, die – für die Provinz mutig – dem Jugendstil huldigt, der in der Stadt nur sehr punktuell auftaucht. Ist (oder besser: war) doch Neuenahr ein Gründerzeit- (nie ein Jugendstil-) Bad, wenngleich der allgemeine Sprachgebrauch gerne alles, was um die Jahrhundertwende herum errichtet wurde, als „Jugendstil“ deklariert.
Beim Cortina ist bereits die Institution „Eisdiele“ schützenswert – sie atmet noch ein bisschen den Geist der Fünfziger, als Eisdielen einen Hauch der exotischen Fremde in den Ort brachten. Zugleich hat eine Modernisierung des Ladens im Erdgeschoss die ursprüngliche Fassade stark verändert. Das Cortina beherbergte ursprünglich ein Lebensmittelgeschäft. In diesem Haus wuchs der inzwischen wieder hier ansässige Pastor Heribert Hürther auf. Es handelt sich um ein sehr schön gestaltetes und stadtbildprägendes Gebäude, ebenfalls historisierend, d.h. alte Bauformen aufgreifend, wie man es gerne zu dieser Zeit tat.
So auch das benachbarte Irish-Pub. Das Haus liegt leicht von der Straße zurückversetzt. Die Fassade wird durch Ziegelstein und schöne, aufwendige Stuckarbeiten geprägt, ganz dem bürgerlichen Geschmack jener Zeit entsprechend. Die Straßenfront wird nicht nur durch die großzügige Terrasse für die Gäste des Hauses akzentuiert, sondern auch durch einen mächtigen Neorenaissancegiebel.
 
Neue bauliche Akzente entstehen
Von den aktuellen Entwicklungen bleibt auch dieses Quartier nicht verschont, denn auch hier werden die Bagger anrollen: auf dem Parkplatz hinter dem alten Rathaus entsteht als Fortsetzung in Richtung Weinberge das Ahr-Carré. Die Bürgerinitiative begrüßt, dass dieses Bauvorhaben unter Erhalt des denkmalgeschützten alten Rathauses geplant wurde und in baulicher Abstimmung zu diesem gestaltet ist. Beide Gebäude korrespondieren miteinander, Fensterformate und bauliche Akzente des alten Gebäudes werden im Neubau modern interpretiert. So entsteht eine für das Auge Harmonie, da sich Proportionen und Markantes, Höhen und Tiefen wiederholen.
 
Schon länger wird auch über einen Lückenschluss zwischen Post und Eisdiele spekuliert; ein Vorhaben, das nachvollziehbar ist. Die Entwürfe und Giebelgestaltungen beider Gebäude sahen ursprünglich eine direkte Nachbarbebauung vor und fordern gestalterische Elemente ein.
Vielleicht lässt sich hier das gute Vorbild Ahr-Carré wiederholen, so dass die fünf wunderschönen alten Fassaden erhalten bleiben und eine moderne und ansprechende, anspruchsvolle Ergänzung in der Baulücke das Stadtbild bereichert. Zu hoffen ist, dass ein solcher Lückenschluss auf die alte Bebauung Rücksicht nimmt und sich in diese einfügt. Denn einfach mal abgerissen, wurde im Bad Neuenahr bereits genug.
 
Die Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ setzt sich für eine geschichtsbewusste und achtsame Gestaltung der Stadt ein. Mehr Informationen über Projekte und Aktionen auf www.lebenswertestadt.jimdo.com.

Kreuzstrasse 4 und Kreuzsstrasse 6

Stadtteil Bad Neuenahr

 

Status: Abriss geplant

 

Früher Heilbadcharacter - Gründerzeitstil

Pavillon aus den 1950er Jahren
Hauptstraße 58 Bahnhofsgelände 53474 Bad Neuenahr

Stadtteil Bad Neuenahr

 

Status: Antrag auf Unterschutzstellung

Der Pavillon ist einer der wenigen erhaltenen Bauten dieser Art im Lande und stand bis 2014 unter Denkmalschutz.
Warum ein Antrag auf Änderung gestellt wurde und diesem stattgegeben wurde ist unverständlich und sollte näher untersucht werden.

 

Pressemeldung der Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“

mit der Bitte um Veröffentlichung.


Kontaktdaten:

Markus Hartmann/ mjhartmann@gmx.de/0160-9660 9869

und www.lebenswertestadt.jimdo.com


Fotomaterial finden Sie zum Download auf

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Rechte: Axel Hausberg, ausdrücklich für diesen Beitrag freigegeben.



Denk mal an! Oder „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“

Sehr eigen muten die Entwicklungen um den 50ger Jahre Pavillon am Bahnhof Bad Neuenahr an. Erst denkmalwürdig, dann plötzlich nicht mehr – aber wie, warum und wodurch, dazu gibt es keine Antworten.


Der Pavillon, der an dieser Stelle bereits vor einigen Wochen beschrieben wurde, ist ein typisches Beispiel der 50ger Jahre: elegant, filigran, lichtdurchflutet. Runde Formen, viel Glas, transparent. Gedacht als Ort des Willkommens eines stolzen Kur- und Verkehrsvereins für bahnreisende Gäste. Es gibt nur noch zwei weitere Beispiele funktionaler Architektur des deutschen Neubeginns in unserer Stadt; zwei Tankstellen des gleichen Typus in der Ringener- und der Heerstraße.


Schutz ohne zu schützen?

Diese Ansicht schien bislang auch der Denkmalschutz zu teilen. Der Pavillon galt als schützenswert. Er war das einzige Gebäude dieser Zeit im Kreis Ahrweiler, das in die Denkmalliste als Teil unseres kulturellen Erbes Eingang fand.


Auf Nachfragen der Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ vor einigen Monaten wurde nun jedoch aufgedeckt, dass der Pavillon im März des vergangenen Jahres wieder aus jener Liste herausgenommen worden war, ohne dass dies der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Das wirft viele Fragen auf, denen die Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt wertvoller Bausubstanz und eine behutsame Stadtgestaltung einsetzt, nachging. Trotz langwierigen Briefwechsels mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und Kreisverwaltung, sowie der Generaldirektion Kulturelles Erbe in Mainz, als zuständige Behörden, erhielt sie bislang keine zufriedenstellenden Antworten.


Anlass, den Pavillon erneut zwecks Denkmalwürdigkeit zu prüfen, war ein Abbruchantrag des Eigentümers (die Stadt). Wer hat diesen Antrag gestellt und warum? Wer hat ihn mitgetragen? Stadtratsmitgliedern ist nicht bekannt, dass hierzu eine Abstimmung stattgefunden hätte.


In einer Begründung der oberen Denkmalbehörden, die der BI vorliegt, ist auch die Rede von vielen baulichen Veränderungen. Wer, so drängt sich die Frage auf, hat denn diese Eingriffe genehmigt? Wenn ein Objekt den Schutz der Denkmalbehörden genießt, sind bauliche Veränderungen mit diesen Behörden abzustimmen, damit eben nicht die Einzigartigkeit Schaden nimmt. Wurde hier also ohne Genehmigung verändert? Wenn ja, warum werden diese nicht zurückgebaut. Jeder Hausherr, der in einem denkmalgeschützen Haus wohnt, kann davon ein Lied singen. Ist eine Stadt von dieser Auflage nicht betroffen?


Bei einem Termin vor Ort sind der Bürgerinitiative allerdings solche Veränderungen (zumindest solche, die nicht wieder zu revidieren wären) nicht weiter aufgefallen: der Fußboden ist nach wie vor mit Solnhofener Plattenkalkstein aus den 1950er gelegt, das Treppengeländer ist noch das ursprüngliche und selbst die angemörtelte Fassadenverkleidung ist eine typische für diese Epoche.


Ein Umdenken muss endlich stattfinden

Was findet hier also statt? Was findet in unserer Stadt statt?

Der Eindruck der Initiative ist, dass in der Goldgräberstimmung in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Bauwut dem Denkmalschutz keinen Platz mehr lässt. Historische und stadtbildprägende Architektur wird renditefixiert abgerissen und durch gesichtslose Investorenarchitektur ersetzt, die auf Nachbarbebauung und Badestadt keine Rücksicht nimmt. Denkmalgeschützte Objekte, wie dieser Pavillon oder auch die Gebäude des Kurparks, werden auf Antrag einfach aus der Denkmalschutzliste entfernt und der Investorenwillkür geopfert.

Übrigens ein deutschlandweites Problem – so ergab es der Austausch mit anderen ähnlichen Initiativen.


Das ist zu kurz gedacht. Das Kapital von Bad Neuenahr sind, neben den Parks und Grünanlagen,genau diese Reste der ehemals reichen Bäderarchitektur, so die BI. Und sie ergänzt: Der Charme einer Stadt steigert sich nicht durch geschichtsvergessenen Umgang mit dem Alten, sondern nur durch eine behutsame Stadtgestaltung, die vor allem auch mutig und selbstbewusst die Zeugnisse ihrer großen Geschichte schützt. Andere wollen hierherziehen und bauen? Warum sagen wir ihnen nicht wie? In anderen Städten funktioniert das genau so.


Die Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ setzt sich für eine geschichtsbewusste und achtsame Gestaltung der Stadt ein. Mehr Informationen über Projekte und Aktionen auf www.lebenswertestadt.jimdo.comoder im Rahmen ihrer Jahresversammlung am 01. Dezember, 19:30h im Hotel Krupp, Poststraße 4, Bad Neuenahr.

Bahnerhäuschen Anwaltsvilla
Wilhelmstrasse 49  53474 Bad Neuenahr

Stadtteil Ahrweiler

 

Status: Abriss

 

Die Geschichte des Hauses:

Vis á vis dem Bahnhof Ahrweiler sollten mittlere Beamte der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung ein repräsentables Domizil erhalten.
Hierfür griff die Verwaltung in Köln auf Entwürfe zurück, die sich dem bis in die Jahrhundertwende sehr beliebten Heimatstil verschreiben. Dieser Stil romantisiert das Landleben und zitiert in seiner Architektur gerne vermeintlich ländliche Bauelemente. Besonders beliebt ist anfangs (2. Hälfte des 19. Jahrhunderts) das Tiroler oder Schweizer Bauernhaus, bald werden auch andere landschaftstypische Baumerkmale berücksichtigt und der Heimatstil verwurzelt sich somit in den unterschiedlichen Regionen. Gemeinsam ist ihm aber, dass man sehr gerne auf Fachwerk und andere hölzerne Elemente zurückgreift, auf Schnitzereien und Laubsägearbeiten, Buckelsteine und Sichtsteinverkleidungen, Fensterläden, auffällige Dachlandschaften, Erker und Türmchen.
Dabei spielt die Größe der Häuser keine Rolle. Einfamilienhäuser, Villen, Wohnkomplexe oder Siedlungen – der Heimatstil prägt alsbald alle Haustypen.
Bis heute sind viele Kleinode von respektabler architektonischer Qualität im ganzen deutschsprachigen Raum zu bewundern.
Werfen diese Häuser äußerlich eher ein Blick zurück in die lokale Baugeschichte, sind sie zumeist doch im Innern den neusten Errungenschaften modernen Wohnkomforts verpflichtet.
 
Der Stil hält sich recht lange – bald beeinflusst er auch den Hotelbau, er vermittelt etwas Bodenständiges, Lokales, und die Gestaltung von Kurorten, er nimmt dem Medizinischen den Schrecken – und gilt zugleich doch als modern. Auch die Bahn, durch und durch technische Errungenschaft, baut modern! Viele Bahnhöfe zitieren den Heimatstil und wie in diesem Fall auch die Personalhäuser.
 
Die Bauanträge für die Wilhelmstraße 49 werden 1912 vorgelegt.
Das Haus bietet Platz für zwei Wohnungen á 3 „Stuben“ und einer großzügig bemessenen Wohnküche. Hinter der liegt die Toilette, sie ist jeweils über die seitliche Veranda zu erreichen. Zu den Wohnungen gehören auch je ein Kellerraum und eine Kammer auf dem Speicher. Zusätzlich liegen im Treppenhaus, zur Wilhelmstraße hin und seitlich der Haustür, eine sogenannte Schreibstube, sowie ein weiterer Raum im Geschoss darüber.
Die Entwürfe sind mit 1906 datiert. Da klingt der Heimatstil eigentlich schon langsam aus und gilt als altbacken. Vielleicht ist das der Grund, warum die Stadt Ahrweiler bittet, die Entwürfe zu überarbeiten. Und tatsächlich erhält die Fassade daraufhin ein moderneres Gesicht. Die Sichtbausteinelemente schrumpfen. Die Dachlandschaft wird gestrafft, Rundbogenfenster werden eckig. Ein zweites Haus, das spiegelbildlich westlich angebaut werden sollte, wird nicht realisiert.

Bahnerhäuschen Anwaltsvilla
Wilhelmstrasse 51  53474 Bad Neuenahr

Stadtteil Ahrweiler

 

Status: ?

 

Beschreibung des Hauses:

neben der "neuen Sachlichkeit", Expressionismus und Historismus ist der Heimatschutzstil eine vierte Strömung in der Baukunst der 1920er Jahre.

Der Heimatschutzstil bedient sich dabei traditioneller Bauformen.

Seine wichtigsten Vertreter waren Paul Schmitthenner, Paul Schultze-Naumburg, Heinrich Tessenow und Theodor Fischer.

Der Baustil begann nach 1900, dauerte bis zum Beginn des Dritten Reiches.


England war für die Vertreter des Heimatschutzstils ein Vorbild.

Hermann Muthesius stand unter dem Einfluss des britischen "Arts and Crafts Movement", der Bewegung zur Belebung des Handwerks durch die Kunst.

Er legte größten Wert auf eine solide handwerkliche Ausführung.

In Frankfurt und Umgebung prägte der Heimatschutzstil auch die Arbeitersiedlungen, zum Beispiel bei der 1918-21 für Eisenbahner erbauten im Stadtteil Nied.

Konservative, besonders wohlhabende Bauherrenbauten bis in die Nachkriegszeit, ja sogar bis in die Gegenwart im Heimatschutzstil.

Haus Friesem - Heute Stadtvilla 992

Jesuitenstraße 28

Stadtteil Bad Neuenahr

 

Status: Abgerissen

 

Gründerzeithaus aus der ersten Blütezeit des Heilbades vor 1914

Zur Geschichte der Bewohner: http://stadt.bad-neuenahr-ahrweiler.de/sv_bad_neuenahr_ahrweiler/Bildung%20&%20Kultur/Projekt%20%22Stolpersteine%22/Brosch%C3%BCre%20aktuellster%20Stand.pdf

Hauptstrasse 102

Stadtteil Bad Neuenahr


Status: Abgerissen

 

Früher Heilbadcharacter - Gründerzeitstil

Möbelhaus Herbrand

Niederhutstrasse 39

Stadtteil Ahrweiler

 

Status: Abgerissen

 

Herbrand-Möbelhaus wird abgerissen

An der Niederhutstraße entstehen Eigentumswohnungen und Geschäftsfläche

Von Günther Schmitt

AHRWEILER. Mehr als 150 Jahre hat das Möbelhaus Herbrand in Ahrweiler Firmengeschichte geschrieben. Damit ist es vorbei. GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/kreis-ahrweiler/bad-neuenahr-ahrweiler/an-der-niederhutstrasse-entstehen-eigentumswohnungen-und-geschaeftsflaeche-article1109207.html#plx1044293010